Liebe Bürgerinnen und Bürger, meine sehr
verehrten Damen und Herren,
ich hätte nie gedacht, daß bei diesem Sauwetter
so viele Leute heute Abend den Sternmarsch mitmachen. Sie haben
eigentlich dieses Wetter gar nicht verdient bei Ihrem Engagement
für Ihre Heimat. Genauso wenig haben Sie es verdient, daß
hier oder auf der anderen Seite der Chemnitz ein Bergbauvorhaben
in den derzeitig geplanten Größenordnungen stattfindet.
Und ich freue mich, dass Sie Ihr bürgerschaftliches Engagement
in dieser Weise nutzen, für die Erhaltung der Lebensqualität
hier in dieser schönen Gegend einzutreten. Dafür meinen
herzlichen Dank und gleichzeitig meine Unterstützung. Kollege
Hermsdorf hat es schon gesagt: Wir werden in der nächsten Zeit
sowohl mit dem sächsischen Wirtschaftsministerium, als auch
mit der Konzernleitung der Heidelberger Zement AG Gespräche
führen, dahingehend, ob es denn überhaupt sein muß,
bei der derzeitigen Bauwirtschaftslage, bei der derzeitigen Abbaumenge
im Landkreis insgesamt, diese Felder in Angriff zu nehmen.
Ich glaube es ist nicht notwendig und wir sollten
auch daran denken, daß unsere Kinder und Enkel von diesem
Reichtum, der hier unter der Erde liegt auch noch etwas davon haben,
und heute keinen Raubbau mit unserer Heimat treiben. Ich denke schon,
daß die Lebensqualität hier in dieser Gegend sehr gut
ist und gute Entwicklungspotentiale hat. Und ich freue mich, daß
Sie sich dafür einsetzen, das diese Entwicklungspotentiale
der Lebensqualität erhalten bleiben, für Sie , Ihre Kinder
und Ihre Enkel. Und insofern freue ich mich, daß so zahlreiche
Menschen hier bei diesem Sauwetter erschienen sind, um deutlich
zu machen, daß es wichtig ist, sich für Ihre Heimat einzusetzen,
für Ihre Region was zu tun und auch die Zukunft nicht zu vergessen.
Ich sichere Ihnen die Unterstützung zu, zusammen mit den Bürgermeistern
und der Bürgerinitiative und mit den regional verantwortlichen
Abgeordneten. Ich hoffe, daß es uns gelingt, die Wünsche,
die Sie haben, in einem vernünftigen Kompromiß einzubringen
und ich glaube dann hat sich es gelohnt, daß Sie heute hier
gewesen sind und das Sie etwas für Ihre Heimat getan haben.
Wir sollten den Gesteinsabbau und Sandabbau, der hier
in dieser Gegend insgesamt geplant ist, nicht noch weiter ausbauen.
Weder unsere Straßen, noch unsere andere Infrastruktur ist
in der Lage dieses zu bewältigen. Insofern glaube ich, daß
dieser Gesteinsabbau hier und auf der anderen Seite und der Sandabbau,
der hier geplant ist, nicht kommen muß. Dafür sollten
wir uns gemeinsam einsetzen. Herzlichen Dank dafür, daß
Sie das heute Abend getan haben.
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