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Für die Zeit des Bauernkrieges anno 1525 gibt
es keinen Nachweis über öffentliches Aufbegehren in der
Gegend von
Markersdorf. Bekannt ist aber, daß bei den Wechselburger Unruhen
um 1790 auch Markersdorfer Bauern beteiligt waren und abgeurteilt
wurden.
Damals existierten zumindest zwei Mühlen im Ort.
Eine davon befand sich am Chemitzfluß, wird heute als "Alte
Mühle" bezeichnet und fand erstmals 1528 Erwähnung.
Außerdem existierte noch "Mings Mühle" welche
sich auf dem Gebiet der "Groma" befand und 1557 genannt
wurde. Sie bestand, bis 1831 ein Burgstädter Fabrikbesitzer
das Grundstück kaufte, und eine Wollspinnerei errichtete. Diese
wiederum wurde im Jahre 1865 von G. F. Großer erworben, der
die Wollspinnerei dann zur ersten Maschinenwerkstätte für
Spezialmaschinen der Strickwarenindustrie umbauen ließ.
Auch der "Schwarze Tod", wie die Pest noch
genannt wird, trug sich in die Geschichte des Ortes Markersdorf
ein. Er wütete in den Jahren 1607, 1613, 1626 und 1633. Bereits
aus dem Jahre 1582 sind Fälle der furchtbaren Seuche im Kirchenspiel
zu Claußnitz verzeichnet. Allein im Jahr 1633 forderte die
Pest 108 Opfer in Markersdorf. Der damaligen Einwohnerzahl entsprechend
war dies eine schrecklich große Anzahl von Toten. Bisher hat
nie wieder eine Seuche so grausam in dieser Gegend gewütet.
Um 1850 betrug die Einwohnerzahl des Ortes etwa 420
Personen, welche fast ausschließlich in Ackerbau und Viehzucht
tätig waren. Außerdem existierten die bereits erwähnten
Mühlen, die schließlich auch als Grundlage für die
Industrialisierung des Ortes angesehen werden können. In den
Jahren um 1840 entstand die heutige Hauptstraße als direkte
Verbindung zwischen Mittweida und Burgstädt. Sie ersetzte einen
schmalen Weg der von Claußnitz kommend, entlang der Oberen
Dorfstraße durch das Grundstück Hauptstraße 24,
hinter der jetzigen Bebauung rechts der Hauptstraße entlang
führte. In Höhe der Unteren Dorfstraße kreuzte der
Weg die heutige Hauptstraße und führte dann in Höhe
des Bahnhofes über eine 1771 errichtete Holzbrücke über
die Chemnitz. Von 1659 bis 1771 bestand diese Brücke nur als
ein Fußgängersteg. Mit der entstandenen Verkehrsverbindung
muß die auch heute noch vorhandene steinerne Brücke erbaut
worden sein.
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