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Im
März 2002 sollte bei Göritzhain eine Hilfsbrücke
abgerissen werden, welche die Deutsche Bahn AG gemietet hatte. Damit
wäre wohl das Ende der historischen Strecke von Chemnitz nach
Wechselburg über Markersdorf-Taura besiegelt gewesen. Die Bahn
AG stoppte den Abriß jedoch vorerst. Grund: Für den Rückbau
der Linie braucht die Eigentümerin eine Baugenehmigung des
Eisenbahnbundesamtes (EBA). Diese war zum damaligen Zeitpunkt jedoch
nicht erteilt. Trotzdem wurden bereits auf einer Länge von
ca. 700 Metern die Gleise herausgerissen. Wie erwähnt machen
sich die "Eisenbahnfreunde Chemnitztal" für den Erhalt
der Strecke stark und haben Anfragen für eine Übernahmeangebot
an die Deutsche Bahn AG nach Dresden gerichtet. Alle Anfragen blieben
jedoch bislang (03/2002) unbeantwortet.
Einen Schuppen auf dem Gelände des Bahnhofes Markersdorf-Taura
haben die Eisenbahnfreunde bereits von der Bahn gemietet, dieser
soll nach den Wünschen des Vereins einmal den Vereinssitz beherbergen.
Von den Stadtwerken Chemnitz bekam der Verein eine Diesellok geschenkt,
mit der wieder etwas Leben auf dem Bahnhof in Markersdorf einziehen
könnte.
Werden die Gleisanlagen nun doch zurückgebaut, so bedeutet
dies, daß alle Bemühungen des Vereins, sich für
die Strecke der Chemnitztalbahn einzusetzen umsonst waren.
Makaber: Just zum 30. Juni 2002 hat die Bahn die Baugenehmigung
für den Rückbau beim Eisenbahnbundesamt beantragt. An
diesem Tag hätte die Chemnitztalbahn ihr 100jähriges Bestehen
feiern können.
Die Bahn selbst hält eine Übernahme der Strecke durch
den Verein für illusorisch, da die gesamte Strecke nicht mehr
befahrbar ist und unnötig hohe Summen nötig wären,
um sie wieder instand zu setzen. Der Verein wäre hingegen froh
wenn überhaupt einmal ein Übernahmeangebot von der Bahn
kommen würde. (Quelle: nach einem Artikel der Freie Presse
vom 18.03.02)
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