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Mit
einem Sonderzug von Chemnitz nach Wechselburg und zurück beging
die Strecke am 04. Juli 1992 ihr 90jähriges Jubiläum.
Gezogen von einer alten Dampflok bewegte sich ein relativ neuer
Wagenpark auf der Strecke. Personenwagen der Nachkriegszeit wären
sicherlich eine bessere Wahl gewesen. Der Zug war gut besetzt und
einige trugen die passenden Gewänder aus der Zeit der Jahrhundertwende.
Neben der Dampflok waren diese Passagiere auch das beliebteste Fotomotiv
bei jedem Halt des Sonderzuges. Die gesamte Strecke entlang begrüßten
und fotografierten zahlreiche Schaulustige den schnaufenden und
zischenden Sonderzug.
Noch
1993 verkehrten die obligatorischen sechs Züge von Montag bis
Freitag, bei einer durchschnittlichen Fahrzeit von ca. 50 Minuten
von Chemnitz nach Wechselburg.
Nach der Wende nahmen die Fahrgastzahlen stetig ab. Der Zusammenbruch
der Industrie tat ein übriges dazu. Zum einen waren die bis
zu 5 Zugpaare nicht gerade attraktiv, zum anderen wollten viele
Menschen ihre neugewonnene mobile Freiheit genießen. Fahrgäste
suchte man am Ende vergebens in den Wagen. Oft waren Triebfahrzeugführer
und Zugbegleiter die einzigen Personen.
Zuletzt befuhren dann ausschließlich Ferkeltaxen der Baureihe
772 die Trasse. Vorher waren auch die Baureihe 110 (DR) bzw. 202
(DB) im Einsatz.
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