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Was
wurde nicht alles mit der Chemnitztalbahn transportiert: Kohlen
und Baustoffe wurden gebracht, Steine, Papier- und Textilwaren,
Produkte aus Industrie und Landwirtschaft fanden den Weg in die
weite Welt. Von den anliegenden Steinbrüchen, die auch den
Schotter für den Bahnbau produziert hatten und aus den Sandgruben
in Wechselburg, Biesern und Sermuth wurden Sand und Gestein in große
Mengen nach Chemnitz befördert. Der Beiname "Sandbahn",
den die Chemnitztalbahn damals erhielt, war nur die logische Folge.
Auch anliegende Bahnhöfe wurden vom Volksmund mit Spitznamen
belegt: Weil in Chemnitz Glösa (Furth) die Kartoffeln
aus den norddeutschen Anbaugebieten mit dem Zug ankamen und hier
für die Verteilung in der Stadt Chemnitz zwischengelagert wurden,
war bald nur noch vom "Kartoffelbahnhof" die Rede.
Doch nicht nur Gütertransport hatte im Chemnitztal
Einzug gehalten, auch Arbeiterinnen und Arbeiter erreichten so an
Wochentagen die Arbeitsstellen und an den Wochenenden fuhren sie
zur Erholung aufs Land. Den Service und die Bequemlichkeit bestimmte
bereits auch damals der Geldbeutel und so gab es an verschiedenen
Stationen der Strecke sogar Warteräume für die 2. und
3. Klasse.
Zwar sagten wirtschaftliche Prognosen der Chemnitztalbahn
schon in der damaligen Zeit keine große Zukunft voraus, letztendlich
überstand sie aber die Weltwirtschaftskrise und zwei Weltkriege
relativ unbeschadet. Die Ölkrise in den 60er Jahren des 20.
Jahrhunderts war der Grund dafür, daß die schon geplante
Einstellung des Bahnbetriebes noch einmal abgewendet werden konnte.
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