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Neben dem Reiseverkehr besaß die Haltestelle
Stein (km 5,7) einst auch große Bedeutung für die Industrie,
was aus den umfangreichen Gleisanlagen alter Lagepläne hervorgeht.
Heute kann man sich nur schwer vorstellen, dass sich auf dem nun
folgenden Bahnhof Göritzhain (km 4,1), ebenso wie auf den anderen
Unterwegsbahnhöfen, ein reges Treiben und Handeln abgespielt
hat. In Göritzhain gab es früher eine Reihe von Papierfabriken,
die der Eisenbahn ebenso wie die Landwirtschaft einiges an Transportaufkommen
bescherten. Doch schon seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts
begannen hier die Verkehrsleistungen rückläufig zu werden.
Die Streckenführung der Chemnitztalbahn verläuft zum großen
Teil parallel zur Bahnlinie Chemnitz- Leipzig. Vom Bahnhof Göritzhain
beträgt der Abstand zu dieser Strecke nur rund 1000 Meter Luftlinie.
Dem Haltepunkt schließt sich das Landschaftsschutzgebiet"Unteres
Chemnitztal" an. Noch zweimal wird der Fluss überquert
(insgesamt somit 16 mal) und schließlich die 1876 in Betrieb
genommene Strecke der Muldentalbahn erreicht. Schaut man etwas weiter
hinauf ins Muldental, kann man das Bauwerk der Göhrener Brücke
sehen, deren Entstehung die verkehrstechnische Erschließung
des Chemnitztals maßgeblich vorangetrieben hat.
Bis zum Bahnhof Wechselburg (km 0,0) führt die
Trasse nun parallel zur Muldentalbahn. In Wechselburg begannen im
März 1900 die Bauarbeiten für die Chemnitztalbahn. Von
1900 bis 1902 wurde der schon seit Inbetriebnahme der Muldentalbahn
vorhandene Bahnhof erheblich erweitert und das Empfangsgebäude
komplett neu errichtet. Zahlreiche Wanderwege um Wechselburg bis
hin zur Göhrener Brücke, nach Rochlitz oder durchs romantische
Silbertal laden hier zum Verweilen ein. Ein beliebtes Ausflugsziel
ist zudem die in der UNO Denkmalliste stehende Basilika in Wechselburg.
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