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Die Chemnitztalbahn ist die direkte Verbindung von
Chemnitz über Chemnitz-Glösa, dem größten Zwischenbahnhof
Markersdorf-Taura nach Wechselburg. Die Trasse windet sich zusammen
mit dem Fluss Chemnitz durch das gleichnamige Tal.
Streckenbeginn (km 27,0) ist der Hauptbahnhof in Chemnitz,
der mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Chemnitz nach Leipzig auf
die heute bekannte Größe erweitert wurde. Im Krieg wurde
er durch Bombardierungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Fortschreitende
Korrosion an der stählernen Hallenkonstruktion erzwang 1972
die Demontage. In der Folgezeit entstand dann die heutige Bahnhofshalle,
die Anfang der 90er Jahre gründlich saniert wurde.
Die ersten Kilometer bis zum Bahnhof Küchwald
(km 23,8) wird die Strecke Chemnitz - Leipzig benutzt. Beim Bau
der Chemnitztalbahn wurde der Bahnhof Küchwald grundlegend
umgebaut. Als Vorbahnhof des Hilbersdorfer Güterbahnhofes ist
er ein Knotenpunkt, der die Strecken nach Leipzig, Chemnitz-Altendorf,
Wechselburg auf der einen Seite und nach Hilbersdorf und dem Hauptbahnhof
auf der anderen Seite verbindet. Zusätzlich verfügt der
Bahnhof über Anschlussgleise für das Heizkraftwerk Nord
(Kohlezufuhr aus dem Revier Borna bei Leipzig) und für die
Stahlgießerei Chemnitz-Borna. Beim Verlassen des Bahnhofes
fällt das seit 1992 in Betrieb befindliche Zentralgleisbildstellwerk
auf der rechten Seite ins Auge. Danach windet sich die Strecke in
einer großen S-Kurve dem Bahnhof Glösa entgegen. Zwischen
Küchwald und Glösa befindet sich mit einer Neigung von
18,2% (1:55) das steilste Stück der Streckenführung.
Am Bahnhof Glösa (km 21,7) befindet sich das
ehemalige VEB Numerik (heute Siemens), für dessen Berufsverkehr
ein zweiter Bahnsteig gebaut wurde. An der Ausfahrt des Bahnhofs
unterquert man die Autobahn A4. Die Brücke ist inzwischen dreispurig
neuerbaut worden. Nach kurzer Geruchsbelästigung durch die
Kläranlage Chemnitz-Heinersdorf überquert die Bahn eine
Verbindungsstraße zwischen den Stadtteilen Draisdorf und Heinersdorf.
Unmittelbar nach dieser Straße befand sich der Haltepunkt
Chemnitz-Heinersdorf (km 20,0), der aufgrund des fehlenden Bedarfs
schließlich am 25.09.1977 aufgehoben wurde. Mit dem Kilometer
19,5 wird die Grenze zwischen den Bahnmeistereien Chemnitz Hbf und
Döbeln überfahren.
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