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Nach
2 Jahrzehnten Planungen erfolgte im März 1900 endlich der 1.
Spatenstich. Die Bauarbeiten sollten drei Sommer lang andauern.
Im Schweizerthal mußten teilweise täglich mehrere Male
30 und mehr Sprengschüsse ausgelöst werden um dem widerspenstigem
Gestein Herr zu werden.
Der 125 Meter lange Tunnel bei Auerswalde wurde von der Firma C.
A. Müller aus Chemnitz gebaut. Den zweiten, mit 222 Metern
deutlich längeren Tunnel, errichtete die zu damaliger Zeit
weithin bekannte Firma Seim & Riedel aus Freiberg. Allein für
diesen Tunnel betrug die Bauzeit ein ganzes Jahr.
Auch bei den Brücken teilten sich mehrere Firmen die Arbeit:
Die Eisenkonstruktionen der Brücken stammen von den Jacobiwerken
aus Meißen, Brücken aus Mauerwerk dagegen von der Firma
Liebold & Co aus Langebrück.
Insgesamt ca. 7000 m³ Sand aus den Sandlagern in Diethensdorf
wurden für den Bau der Chemnitztalbahn verwendet.
An jeder Haltestelle entstanden neue Gebäude. In Wechselburg
wurde sogar das 25 Jahre alte, erst 1876 zur Eröffnung der
Muldentalbahn fertiggestellte, Bahnhofsgebäude abgetragen und
ein komplett neues errichtet.
Ein großer Teil der einstigen Bahnanlagen existiert
heute schon nicht mehr. So gab es auf allen Stationen (außer
Chemnitz - Heinersdorf und Mohsdorf) mindestens 3 Gleise, eine Gleiswaage,
Güterboden und Ladestraßen.
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