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Bedingt
durch die starke Industrialisierung der Gegend erfolgte die Anbindung
der nördlichen Region des Chemnitzer Umlandes an die Bahn bereits
im Jahre 1852 mit der Eröffnung der Riesa - Chemnitzer Eisenbahn.
Davon war das bis dahin eher unbedeutende Chemnitztal jedoch nur
in geringem Maße betroffen. Erst als man einen Communikationsweg
von Markersdorf nach Göritzhain anlegte, begann die verkehrstechnische
Bedeutung des Tales zu wachsen und dessen Erschließung nahm
ihren Anfang. Diese Verbindung der beiden Orte war notwendig geworden,
um die für den Bau der Göhrener Brücke benötigten
Steinquader zur Baustelle schaffen zu können. Die Elbsteine
wurden mit Pferdegespannen vom Bahnhof Altmittweida dorthin angeliefert.
Ein erheblicher Anteil des verwendeten Steinmaterials kam außerdem
aus den Steinbrüchen in Markersdorf und Diethensdorf. Im Frühjahr
1869 wurde mit dem Bau der 67 Meter hohen und 417 Meter langen (laut
Buch zur Eröffnung der Chemnitztalbahn sogar 475m lang und
78 hoch) Göhrener Brücke begonnen. Noch heute ist diese
Brücke ein beliebtes Fotomotiv und eine häufig besuchte
Sehenswürdigkeit der Region.
Entlang des Chemnitzflusses entstanden im 19. Jahrhundert
viele Fabriken, welche sich die Wasserkraft zu Nutze machten. Die
so stetig ansteigende Industrie verlangte nach geeigneten Transportwegen
um die produzierten Waren in die nahe liegenden, größeren
Städte zu bringen.
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